Aktuelle Effizienzbeispiele

Glossar

  • Werkstoffauswahl / Materialsubstitution
  • Minimierung des Bearbeitungsvolumens
  • Power to Gas (z. B. Windgas, Solargas)
  • Vermindern von geplantem Verlust

Was ist Materialsubstitution?

Die Auswahl des Werkstoffs ist entscheidend für die Ressourceninanspruchnahme eines Produkts in allen Phasen des Lebenswegs. Effizienz durch Materialsubstitution umfasst den Einsatz von Sekundärrohstoffen sowie von Rohmaterial mit umweltverträglicheren und effizienteren Herstellungsprozessen oder aus nachwachsenden Rohstoffen. Bei nachwachsenden Rohstoffen muss jedoch sichergestellt sein, dass nicht mehr verbraucht wird, als im gleichen Zeitraum nachwachsen kann, der Anbau umweltverträglich erfolgt und keine Flächennutzungskonkurrenz mit der Nahrungsmittelproduktion vorliegt.

Was ist Minimierung des Bearbeitungsvolumens?

Die Minimierung des Bearbeitungsvolumens geschieht durch Herstellen von Rohlingen, bei denen die spätere Form bereits vorgegeben oder weitgehend angedeutet ist. Effizienzsteigerungen entstehen durch Vermeiden von Bearbeitungsvolumen, Werkzeugverschleiß und Belegungszeiten von Betriebsmitteln. Beispiel: endabmessungsnahes Urformen oder Umformen anstelle von Spanen aus dem Vollen.

Was ist Power to Gas?

Als Power-to-Gas (PtG, P2G) wird ein chemischer Prozess bezeichnet, in dem mittels Wasserelektrolyse mit teilweise nachgeschalteter Methanisierung unter Einsatz von Ökostrom ein Brenngas hergestellt wird. Da es aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, wird das so erzeugte Synthesegas bisweilen auch als EE-Gas (Gas aus erneuerbarer Energie) bezeichnet.

Was ist Vermindern von geplantem Verlust?

Geplanter Verlust ist Material, das technisch bedingt durch Formänderung anfällt (z. B. Späne, Stanzreste, Verschnitt). Maßnahmenbeispiele gegen Verlust: Reduzieren von Stanzgittern oder Spannflächen, Verschnittreduzierung bei der Bearbeitungsvorbereitung per Software für dynamisches Schachteln (Nesting).